Das aquatische System: Zentrales Ökosystem unserer Welt

Alle Wassersysteme der Erde stehen miteinander in Verbindung und bilden das aquatische Ökosystem, das mit vielen weiteren Ökosystemen in ständigem Austausch steht. Das aquatische Ökosystem bedeckt über zwei Drittel der gesamten Erdoberfläche und beherbergt unzählige Lebewesen, Tiere und Pflanzen. Ständig verdunstet Wasser, verfestigt sich zu Eis, regnet herab, sickert ein, wird absorbiert und kehrt so in den Kreislauf zurück. Abseits der Meere, Seen und Flüsse tragen vor allem die Wälder als Teil des aquatischen Systems durch die Wasseraufnahme aus dem Boden, die Speicherung von Wasser und den Verdunstungsprozess über die Blätter zum Funktionieren des Wasserhaushalts der Erde bei. 97 % der verfügbaren Gesamtwassermenge der Erde bestehen aus Salzwasser, nur verschwindende 3 % der Wassermenge sind Süßwasser.

Verschwindend auch deswegen, weil große Anteile des Süßwassers in Gletschern gespeichert sind, die durch die fortschreitende Klimaerwärmung immer weiter abschmelzen und langsam in den Weltmeeren zerfließen.

Das wichtigste Lebensmittel – Wasser ist die Lösung für unseren Körper

Der menschliche Körper besteht zu großen Teilen aus Wasser. Neugeborene bestehen zu 75 % aus Wasser. Im Alter nimmt der Wasseranteil im Körper ab, da das eingelagerte Fettgewebe zunimmt und mit 25 % nur wenig Wasser enthält. Trotzdem liegt auch dann der Wasseranteil im Körper weiter bei über 50 %. Wasser ist für unseren Stoffwechsel essenziell. Wasser transportiert Nährstoffe, löst verwertbare Stoffe von nicht verwertbaren Stoffen und sorgt gesteuert von der Niere über den Urin direkt für die Ausscheidung von Schadstoffen.

Wasser reguliert durch den auf der Haut verdunstenden Schweiß die Temperatur des Körpers. Unser Blut besteht zu 55 % aus Blutplasma, das wiederum zu über 95 % aus Wasser besteht. Unsere Knochen bestehen zu 20 % aus Wasser. Alle Zellen des Körpers benötigen Wasser, um sich zu erneuern und funktionstüchtig und gesund zu bleiben.

Unbedingt sollte jeder Mensch täglich 1- 2 Liter Wasser trinken. Wer Sport treibt und beim Schwitzen viel Flüssigkeit verliert, muss einen höheren Feuchtigkeitsverlust ausgleichen und sollte bis zu 6 oder 7 Liter täglich trinken. Allerdings nehmen wir auch über unsere Nahrung Wasser zu uns. Gurken und Tomaten bestehen beispielsweise zu 98 % aus Wasser. In fast allen Gemüse- und Obstsorten ist mehr als 90 % Wasser enthalten.

Wasser unterliegt in Deutschland extrem hohen Qualitätskontrollen, sodass es nicht nur im internationalen Vergleich hervorragend ist, sondern sogar das Leitungswasser mit Mineralwasser mithalten kann. Allgemein gilt: Ein hoher Kalzium- und Magnesiumgehalt ist wünschenswert, während der Natriumgehalt eher niedrig ausfallen sollte. Einzig bei Bluthochdruck wird zu kalziumarmen Wasser geraten. Insgesamt geht der Trend zu stillen Wassern, da dem Säuregehalt des sprudelnden Mineralwassers nicht ausschließlich positive Eigenschaften zugesprochen werden.

Bedingt durch den Abfüllprozess, Transport und Verpackung ist die Umweltbelastung bei einem Kauf von gekühltem Mineralwasser mindestens 3, 5 Mal so hoch wie die Belastung durch den Konsum einer vergleichbaren Menge Wasser, die dem Wasserhahn entnommen wurde. Weitere interessante Zahlen zum ressourcenintensiven Lebenswandel der Industrieländer finden Sie auf www.umweltschutz.de.

Was wir für Wasser tun können – Notwendige Initiativen

Der Wasserverbrauch in der industrialisierten Welt ist insgesamt zu hoch. Je mehr Wasser, vor allem für die industrielle Nutzung, gefördert wird, desto tiefer sinkt der Grundwasserspiegel und immer tiefer muss gegraben werden, um noch Tiefenwasser zu schöpfen.

Viele Niederschläge fallen auf durch den Menschen als Parkplätze oder Straßen angelegte, versiegelte Flächen. Diese Flächen werden zunehmend wieder in naturnahe Zustände versetzt, um das Absickern des Regenwassers in das Grundwasser nicht zu erschweren. Auch Flussläufe wurden künstlich begradigt, was den Abfluss des Wassers beschleunigt und dabei dazu beiträgt, dass weniger Grundwasser gebildet wird. Die Vergiftung des Ökosystems Wasser mit Pestiziden, die als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, oder Nitrate, die bei der Massentierhaltung als Stickstoffüberschuss durch die Gülle entstehen, und in das Grundwasser geschwemmt werden, genau wie endokrine Arzneimittelreste oder Schadstoffe von Mülldeponien, dürfen in keinem Fall in unsere Wässer gelangen.

Über 600 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Verantwortung für die Erhaltung des kostbaren Guts Wasser ist daher für alle die, die an seiner Quelle leben, umso höher.

Dabei ist zum Beispiel eine Diskussion der Frage notwendig, in wieweit ein Menschenrecht darstellt und wie dafür gesorgt werden kann, dass Menschen ausreichend mit Wasser versorgt werden können. Weiter ist kritisch zu hinterfragen, ob Wasser ein Objekt der Spekulation durch Banken und Konzerne sein darf oder ob nur durch staatliche Einflussnahme hohe Qualitätsstandards gewahrt und die Vermeidung von Gewässerverschmutzung dauerhaft wirksam geahndet werden können.

Am 22. März ist der Weltwassertag der Vereinten Nationen. 2018 steht er unter dem Motto „Nature-Based Solutions for Water“.

Am 16. Juni findet der Internationale Tag des Surfens statt. An diesem Tag werden der Surfsport und der Surfer-Lifestyle gefeiert, aber auch der nachhaltige Umgang mit Wasser sowie der respektvolle Umgang mit den Weltmeeren und deren Strände.